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PrEPSicherheitFAQ

Ist PrEP sicher? Häufige Fragen vor dem Start

6. Februar 2026·6 Min. Lesezeit

„Ist PrEP eigentlich sicher?" — das ist eine der Fragen, die fast alle stellen, bevor sie anfangen. Und das ist gut so. Hier sind ehrliche Antworten auf die häufigsten Fragen.

Schützt PrEP wirklich vor HIV?

Bei täglicher und konsequenter Einnahme ist PrEP sehr wirksam. Studiendaten zeigen durchgängig hohe Schutzraten bei regelmäßiger Einnahme. Bei der On-demand-Methode (IPERGAY-Protokoll) gilt das für geplante sexuelle Kontakte.

Kein Medikament bietet 100 % Sicherheit — aber PrEP gehört zu den wirksamsten HIV-Präventionsmethoden, die derzeit verfügbar sind.

Kann ich PrEP mit anderen Medikamenten nehmen?

Es gibt Wechselwirkungen, die du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt besprechen solltest. Einige NSAIDs (z. B. Ibuprofen), bestimmte Antibiotika und andere Medikamente können in Kombination mit TDF-basierter PrEP relevant sein. Das Gespräch vor dem Start ist deshalb wichtig.

Schadet PrEP den Nieren?

Das ist einer der häufigsten Punkte. TDF (Tenofovirdisoproxilfumarat), eine der Komponenten in den meisten PrEP-Präparaten, kann bei manchen Menschen die Nierenfunktion leicht beeinflussen. Deshalb gehört eine Nierenfunktionskontrolle zum Monitoring.

Für Menschen mit vorbestehender Nierenerkrankung ist TAF-basierte PrEP (z. B. Descovy®) häufig verträglicher — das lässt sich mit der Ärztin oder dem Arzt besprechen.

Macht PrEP abhängig?

Nein. PrEP macht weder körperlich noch psychisch abhängig. Du kannst PrEP mit ärztlicher Begleitung jederzeit beenden.

Was passiert, wenn ich eine Tablette vergesse?

Bei täglicher PrEP: Wenn du eine Tablette vergessen hast, nimm sie so bald wie möglich nach — sofern es nicht fast Zeit für die nächste Einnahme ist. Lies die Packungsbeilage oder sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, wenn du unsicher bist.

Bei der On-demand-Methode gelten andere Regeln — diese sollte im Vorfeld mit dem Arzt oder der Ärztin genau besprochen werden.

Brauche ich weiterhin andere Schutzmaßnahmen?

PrEP schützt nur vor HIV. Gegen andere sexuell übertragbare Infektionen — Syphilis, Gonorrhö, Chlamydien — bietet PrEP keinen Schutz. Regelmäßige STI-Tests bleiben wichtig.

Hinweis: Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche medizinische Beratung. Bitte sprich mit einer qualifizierten Ärztin oder einem qualifizierten Arzt, bevor du Entscheidungen zu PrEP, STI-Tests, Doxy-PEP oder anderer sexueller Gesundheitsversorgung triffst.

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