Zurück zum Ratgeber
PrEPNebenwirkungen

PrEP-Nebenwirkungen: Was du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt besprechen solltest

14. Februar 2026·5 Min. Lesezeit

Wer mit PrEP anfängt, fragt sich manchmal: „Was kann passieren?" Hier ein ehrlicher Blick auf das, was bekannt ist.

Was oft in den ersten Wochen passiert

In den ersten zwei bis vier Wochen berichten manche Menschen über:

  • Übelkeit — besonders beim Einnehmen auf nüchternem Magen
  • Leichte Kopfschmerzen
  • Müdigkeit

Diese Beschwerden sind in der Regel vorübergehend und klingen von alleine ab. Übelkeit lässt sich oft durch das Einnehmen der Tablette mit einer Mahlzeit reduzieren.

Was beim Monitoring überprüft wird

TDF (die ältere Komponente in vielen PrEP-Präparaten) kann bei einem kleinen Teil der Menschen die Nierenfunktion beeinflussen. Deshalb werden Nierenwerte bei der Nachsorge regelmäßig gemessen. Bei den meisten Menschen bleibt die Nierenfunktion stabil.

Auch ein leichter Einfluss auf die Knochendichte wurde in Studien beobachtet. Bei jungen, gesunden Menschen ist das in der Regel klinisch nicht bedeutsam — bei Personen mit vorbestehenden Knochenerkrankungen sollte das im Gespräch thematisiert werden.

Neuere Formulierung, weniger Belastung?

TAF-basierte PrEP (z. B. Descovy®) hat in Studien gezeigt, dass es nieren- und knochenschonender ist als TDF-basierte PrEP. Es ist nicht für alle Situationen zugelassen, und die Verfügbarkeit im Rahmen der Kassenleistung kann variieren. Eine Besprechung mit dem Arzt oder der Ärztin lohnt sich.

Wann sollte man sich melden?

Bei folgenden Symptomen sollte man zeitnah ärztlichen Rat suchen:

  • Anhaltende oder starke Übelkeit und Erbrechen
  • Starke Bauchschmerzen
  • Veränderungen beim Wasserlassen
  • Ungewöhnliche Müdigkeit

Diese Symptome sind selten, sollten aber nicht ignoriert werden.

Die meisten Menschen vertragen PrEP gut

Das ist die kurze Zusammenfassung: PrEP ist gut verträglich und wird von den meisten Menschen ohne nennenswerte Probleme eingenommen. Das Monitoring ist kein optionaler Zusatz — es ist der Mechanismus, der sicherstellt, dass alles in Ordnung bleibt.

Hinweis: Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche medizinische Beratung. Bitte sprich mit einer qualifizierten Ärztin oder einem qualifizierten Arzt, bevor du Entscheidungen zu PrEP, STI-Tests, Doxy-PEP oder anderer sexueller Gesundheitsversorgung triffst.

PrEP-Betreuung, die sich richtig anfühlt

Mit alloCare kannst du PrEP diskret und online betreuen lassen — von Ärzt:innen, die sich wirklich auskennen.

Jetzt starten