PrEP und Kondome: Wie Menschen heute beides sehen
Wer über PrEP nachdenkt, stellt sich früher oder später die Frage: „Was ist dann noch mit Kondomen?" Dazu gibt es keine universelle Antwort — aber einige hilfreiche Überlegungen.
Was PrEP leistet und was nicht
PrEP schützt zuverlässig vor HIV. Es schützt nicht vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen wie Syphilis, Gonorrhö, Chlamydien oder Herpes. Das ist kein Geheimnis und kein Argument gegen PrEP — aber eine wichtige Einordnung.
Wie Menschen, die PrEP nehmen, über Kondome denken
Es gibt keine typische Antwort. Manche Menschen nutzen nach dem Start von PrEP weiterhin Kondome — manchmal, öfter oder gelegentlich. Andere tun es seltener oder gar nicht mehr. Beides ist verbreitet, und beides ist eine persönliche Entscheidung.
Was PrEP verändert, ist der HIV-spezifische Schutz — nicht das gesamte Risikoprofil. Für Menschen, bei denen andere STIs weniger im Vordergrund stehen und die regelmäßig testen, kann das eine andere Abwägung sein als für jemanden mit häufig wechselnden Partner:innen.
Die Rolle von regelmäßigen Tests
Wenn Kondome weniger genutzt werden, wird regelmäßiges STI-Testen wichtiger. Das ist auch der Grund, warum das Monitoring bei PrEP ein Mehrfachscreening auf verschiedene Infektionen umfasst — nicht nur HIV.
Keine Verurteilung, aber Klarheit
PrEP verändert die persönliche Präventionsrechnung. Wer PrEP nimmt und trotzdem Kondome nutzt, ergänzt den HIV-Schutz um einen Schutz vor anderen Infektionen — das ist nachvollziehbar. Wer Kondome seltener nutzt, sollte besonders konsequent mit dem STI-Monitoring sein.
Es geht nicht um „richtig" oder „falsch" — sondern darum, die eigene Situation zu kennen und informierte Entscheidungen zu treffen.
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