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PrEPErstkonsultation

Was dich bei der ersten PrEP-Beratung erwartet

13. Dezember 2025·5 Min. Lesezeit

Der erste Schritt zu PrEP ist das Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt. Viele Menschen, die diesen Schritt noch nicht gegangen sind, wissen nicht genau, was sie erwartet — oder ob das Gespräch unangenehm sein wird. Das muss es nicht sein.

Worum geht es bei dem Gespräch?

Das Erstgespräch hat zwei Ziele: Zum einen klärt die Ärztin oder der Arzt ab, ob PrEP für dich geeignet ist. Zum anderen bekommst du alle nötigen Informationen, um eine informierte Entscheidung zu treffen.

Das beinhaltet:

  • Deine aktuelle Situation und dein individuelles HIV-Risiko
  • Welche Art der PrEP-Einnahme für dich passen könnte (täglich vs. bedarfsgesteuert / On-demand)
  • Welche Voruntersuchungen nötig sind
  • Wie das Monitoring läuft
  • Kosten und Erstattungsmöglichkeiten (gesetzliche oder private Kasse, Selbstzahlung)

Welche Tests sind vor dem Start nötig?

Bevor PrEP verschrieben werden darf, sind bestimmte Untersuchungen erforderlich:

  • HIV-Test — PrEP ist ausschließlich für HIV-negative Personen geeignet
  • Nierenfunktionstest (Kreatinin, eGFR)
  • Hepatitis-B-Status
  • Empfehlenswert: STI-Screening auf Chlamydien, Gonorrhö, Syphilis

Diese Tests können vorab beim Hausarzt oder in einem Checkpoint-Labor gemacht werden — oder direkt als Teil der PrEP-Beratung.

Muss ich mein Sexualleben rechtfertigen?

Nein. Gute PrEP-Betreuung ist nicht wertend. Du musst nicht erklären oder rechtfertigen, wie du lebst. Die Ärztin oder der Arzt braucht Informationen, um dich gut beraten zu können — aber das Gespräch sollte sich sicher anfühlen, nicht beschämend.

Worüber du vorab nachdenken kannst

Es ist hilfreich, schon ungefähr zu wissen:

  • Wie regelmäßig nimmst du PrEP voraussichtlich ein?
  • Nimmst du andere Medikamente?
  • Hast du Fragen zu Nebenwirkungen oder zum Monitoring?

Nach dem Gespräch

Wenn alle Voruntersuchungen passen und keine Gegenanzeigen bestehen, kann PrEP in der Regel direkt verschrieben werden. Viele Menschen beschreiben das erste PrEP-Gespräch als entlastend — endlich ein Raum, in dem offen über etwas gesprochen werden kann, das sonst kaum Thema ist.

Hinweis: Dieser Artikel dient nur der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche medizinische Beratung. Bitte sprich mit einer qualifizierten Ärztin oder einem qualifizierten Arzt, bevor du Entscheidungen zu PrEP, STI-Tests, Doxy-PEP oder anderer sexueller Gesundheitsversorgung triffst.

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